ANTSCHEL im LITERATURZENTRUM ALTE SCHMIEDE WIEN

MONTAG 21. SEPTEMBER 19UHR
PRÄSENTATION DES FILMS UND LESUNG KLAUS DEMUS

ALTE SCHMIEDE
Schönlaterngasse 9
1010 Wien

Die Veranstaltung wird als Livestream übertragen. Link zum Online-Screening:
https://www.youtube.com/watch?v=WX8RTZAWfQA

ANTSCHEL
Länge 45 Minuten. Originalfassung deutsch.
Von Susanne Ayoub (Regie+Drehbuch+Kamera).
Mit Klaus Demus (Erzähler)
und Katharina Knap (Stimme).

Übersetzungen ins Englische und Französische, ins Ukrainische und Rumänische.

Paul Celan stammte aus der Bukowina, „der ehemaligen Habsburgerprovinz, die nun der Geschichtslosigkeit anheim gefallen ist“, wie er es ausdrückte. Geboren wurde er 1920 in Czernowitz in eine deutschsprachige jüdische Familie. Die Orte seiner Kindheit existierten nach dem Naziterror nicht mehr, seine Familie war ermordet, er selbst verfolgt und in einem Arbeitslager gefangenworden und nur durch Glück dem Tod entronnen.

Passfoto Paul Celan

„Antschel“ handelt von der Heimat in der Sprache, die Sprache, die für Paul Celan den einzigen Zufluchtort bedeutete.

„Erreichbar, nah und unverloren blieb inmitten der Verluste dies eine: die Sprache.“

Der Film ist ein „Landschaftsfilm“. Stadtansichten, Bilder der Vergangenheit, tauchen im Czernowitz der Gegenwart auf. Eine Fahrt nach Sadagora, wo Celans Mutter herkam, führt zur Synagoge und zum jüdischen Friedhof.
Celans Weg durch das Wien der Nachkriegszeit. Seine Identitätskarte als jüdischer Flüchtling.

„Ich blieb nicht lange. Ich fand nicht, was ich zu finden gehofft hatte.“

Susanne Ayoub mit Klaus Demus
Sie tranken die Augen der Sehenden leer – aus ‚Die Krüge‘

Ein Landschaftsfilm auch in anderer Weise, er interpretiert Sprachbilder von Celans Gedichten visuell.

‚Denke an mich als an einen, den du brauchen willst, wie ich an Dich denke, Paul, mit ganzer Kraft. Dein Klaus.‘

Der Erzähler des Films ist der heute 93-Jährige Klaus Demus. Er lernte Celan durch Ingeborg Bachmann in Wien kennen und blieb ein Leben lang mit ihm verbunden.

Widmung für ‚Klaus, den Bruder‘

„Verstehen kann man Dichtung immer nur poetisch. Wer nach dem eigentlich Gemeinten fragt, der hat die Poesie nicht begriffen. Denn das eigentlich Gemeinte ist wahrscheinlich unsagbar.“

Le Pont Mirabeau

1970 nach Jahren schwerer psychischer Krisen ertränkte sich Paul Celan in der Seine.

 

ANTSCHEL ein Film über Paul Celan

ANTSCHEL ein Film über Paul Celan
Länge 45 Minuten. Originalfassung deutsch.
Von Susanne Ayoub (Regie+Drehbuch+Kamera).
Mit Klaus Demus (Erzähler)
und Katharina Knap (Stimme).

Übersetzungen ins Englische und Französische, ins Ukrainische und Rumänische.

Paul Celan stammte aus der Bukowina, „der ehemaligen Habsburgerprovinz, die nun der Geschichtslosigkeit anheim gefallen ist“, wie er es ausdrückte. Geboren wurde er 1920 in Czernowitz in eine deutschsprachige jüdische Familie. Die Orte seiner Kindheit existierten nach dem Naziterror nicht mehr, seine Familie war ermordet, er selbst verfolgt und in einem Arbeitslager gefangenworden und nur durch Glück dem Tod entronnen.

Passfoto Paul Celan

„Antschel“ handelt von der Heimat in der Sprache, die Sprache, die für Paul Celan den einzigen Zufluchtort bedeutete.

„Erreichbar, nah und unverloren blieb inmitten der Verluste dies eine: die Sprache.“

Der Film ist ein „Landschaftsfilm“. Stadtansichten, Bilder der Vergangenheit, tauchen im Czernowitz der Gegenwart auf. Eine Fahrt nach Sadagora, wo Celans Mutter herkam, führt zur Synagoge und zum jüdischen Friedhof.
Celans Weg durch das Wien der Nachkriegszeit. Seine Identitätskarte als jüdischer Flüchtling.

„Ich blieb nicht lange. Ich fand nicht, was ich zu finden gehofft hatte.“

Susanne Ayoub mit Klaus Demus
Sie tranken die Augen der Sehenden leer – aus ‚Die Krüge‘

Ein Landschaftsfilm auch in anderer Weise, er interpretiert Sprachbilder von Celans Gedichten visuell.

‚Denke an mich als an einen, den du brauchen willst, wie ich an Dich denke, Paul, mit ganzer Kraft. Dein Klaus.‘

Der Erzähler des Films ist der heute 93-Jährige Klaus Demus. Er lernte Celan durch Ingeborg Bachmann in Wien kennen und blieb ein Leben lang mit ihm verbunden.

Widmung für „Klaus, den Bruder“

„Verstehen kann man Dichtung immer nur poetisch. Wer nach dem eigentlich Gemeinten fragt, der hat die Poesie nicht begriffen. Denn das eigentlich Gemeinte ist wahrscheinlich unsagbar.“

1970 nach Jahren schwerer psychischer Krisen ertränkte sich Paul Celan in der Seine.

 

MARIE. EIN FALL. im Deutschlandfunk

In der Reihe ‚Blue Crime‘ sendet Deutschlandfunk Köln

Samstag 29.August um 0:05h

(plus 7 Tage zum Nachhören)

 
MARIE. EIN FALL.
Von Susanne Ayoub
Mit Gerti Drassl, Stefano Bernardin, Markus Meyer, Wolfgang Hübsch, Andreas Patton und Ulli Maier
 
Regie: Eva Garthe
Produktion: ORF 2011
Länge: 52’21
 

In ihrem Hörspiel „Marie. Ein Fall” erzählt Susanne Ayoub eine wahre Geschichte aus dem Jahr 1905, zitiert aus Originaldokumenten, Gerichtsakten, Gutachten, Zeitungsberichten und Briefen. Die Namen der handelnden Figuren sind, ebenso wie Maries Brief, der das Hörspiel umrahmt und durchzieht, fiktiv. Marie Lerch, die 21-jährige, wohlerzogene Tochter eines Bürgermeisters, hat ein heimliches Verhältnis mit dem windigen Kaufmannsgehilfen Wolf Hauser. Ihre Eltern jedoch drängen sie zur Verlobung mit dem angesehenen, wenn auch farblosen Referendar Neumann. Die abschreckende Ehe ihrer Eltern vor Augen, versucht Marie, einen Ausweg aus ihrem Dilemma zu finden. Sie vergiftet Neumann mit Zyankali und schießt ihm, sicher ist sicher, mit einem entwendeten Revolver in den Mund. „Sie verfügt über eine weit über den Durchschnitt hinausgehende Bildung”, attestiert ihr der Anstaltsarzt in seinem Gutachten. Allerdings gebe die Angeklagte „Mangel an Scham- und Ehrgefühl zu erkennen und vertritt laxe Auffassungen über das Wesen der Gesetze”.
Dem Gericht tischt Marie Lerch Lügengeschichten auf, verstrickt sich in Widersprüche. Schließlich wird sie zum Tod durch die Guillotine verurteilt. Zu ihrer Hinrichtung strömen über tausend Zuschauer herbei.

Das Schafott wird vorbereitet

 

 

 

HEIMKEHR

Allein im Dunkel
Augen geschlossen
ein grauer Schein
sehe nicht
sehe doch
aus Grau die Gestalt
es ist eine Frau
sie hat den Mann verloren
sie hat den Sohn verloren
Schwestern und Brüder
Nachbarn und Freunde verloren
ich will fort
da naht er
hat keine Hände keine Beine
hat keine Füße keine Arme
keine Augen mehr
Ohren findet er nicht
so nah ist er
ich rieche
Fäulnis
kann nicht fort
der Dritte hat nur
eine Stimme ich
liege auf dem Rücken
sagt er
Hände gefaltet
auf der Brust
Hände
mit Blut besudelt
kehre ich heim
mit allen Ehren
bedeckt mit
Stoff der Heimat
der Fahne
ich will erwachen
es ist kein Traum

IM KRIEG. Gedichtzyklus von Susanne Ayoub.
In Arbeit.

 

MARIE.EIN FALL.

Hörspiel von Susanne Ayoub

Norddeutscher Rundfunk NDR
Samstag, 8. August 2020
21:05 – 22:00

(+ 7 Tage nachhören, bis 15.August)

https://www.ndr.de/nachrichten/info/sendungen/hoerspiel_kriminalhoerspiel/Hoerspiel-Marie-Ein-Fall,sendung1047334.html

Das Hörspiel erzählt eine wahre Kriminalgeschichte, zitiert aus Originaldokumenten, Gerichtsakt, Gutachten, Zeitungsberichten und Briefen.

Die Namen der handelnden Figuren sind, ebenso wie „Maries Brief“, der das Hörspiel umrahmt und durchzieht, fiktiv.

 

Szene 14. Vor Gericht.

Vorsitzender
Sie haben sich doch in der Zwischenzeit wieder mit Hauser getroffen?

Marie
Ich sagte, ich sei gestürzt. Aber er glaubte mir nicht. Mein Vater fürchtete, er würde uns anzeigen.

Vorsitzender
Ihr Vater wusste also auch von der Abtreibung.

Marie
Ich hatte ihm gesagt, wenn ich den Referendar heiraten muss, töte ich mich. Mein Vater wollte mir helfen. Aber dann drohte Hauser, die Abtreibung publik zu machen. Ich besorgte mir einen Revolver, es war einer, der möglichst wenig Geräusch machte.

Vorsitzender
Woher kamen Sie an die Waffe? Das ist doch kein Kinderspiel.

Marie
Der Revolver hatte einem Selbstmörder gehört, mein Vater, der Bürgermeister war, hatte ihn aus dem Rathaus mitgebracht und in einem Kasten verwahrt. Diesen nahm ich an mich.

Vorsitzender
Sie töteten sich nicht damit, sondern brachten Ihren Geliebten mit Geld zum Schweigen.

Marie
Ja, er brauchte immer Geld, ich hatte schon genug davon, es immer von neuem zu beschaffen. Deshalb sagte ich ja, als der Referendar noch einmal um meine Hand fragte. Dann tat es mir aber wieder leid.

 

 

 

 

 

 

 

ANTSCHEL Film in Arbeit – 3

Klaus Demus, der Freund Paul Celans seit Jugendtagen und selbst Dichter:

Verstehen kann man Dichtung immer nur poetisch. Wer nach dem eigentlich Gemeinten fragt, der hat die Poesie nicht begriffen. Denn das eigentlich Gemeinte ist wahrscheinlich unsagbar.

 

Zitat aus einem Brief Paul Celans:“Gedichte das sind auch Geschenke – Geschenke an die Aufmerksamen.“

 

 

 

ANTSCHEL Film in Arbeit

Der Erzähler des Films ist Paul Celans Jugendfreund Klaus Demus. Die beiden jungen Dichter lernten sich 1948 in Wien kennen.

Passfoto Paul Celan

Klaus Demus im Interview:

Mein Beruf war Kunsthistoriker, am KHM. Ich habe Bilder bestimmt, die ohne Namen waren im Depot, gesammelt waren durch Jahrhunderte, und hab ungefähr fünfzig Künstler identifiziert. Und hab alles Katalogmäßige über die Bilder herausgebracht und in Katalogen publiziert.

Ayoub mit Klaus Demus beim Interview

Es war die zweite Leidenschaft. Ich bin kein Künstler. Hab mich für bildende Kunst interessiert, besonders für die Kunst meiner Gegenwart und hab die Dichterei eine Zeitlang nur als Leidenschaft benützt, angesehen und erst später eine Aufgabe darin erblickt. In dieser Phase des Bewusstwerdens meiner eigentlichen Existenz bin ich Paul Celan begegnet.

 

ANTSCHEL ein Film über Paul Celan zum 100. Todestag – in Arbeit

 

Am 19. April 1970, verließ Paul Celan seine Wohnung in der Avenue Émile Zola, nahe der Seinebrücke Pont Mirabeau, wo er die letzten zwei Jahre allein gewohnt hatte, um nicht mehr zurückzukommen.

 

 

 

„ES IST ZEIT, DASS ES ZEIT IST“ Susanne Ayoub über Paul Celan

zum 50. Todestag
Der Standard/ ALBUM 18./19. April 2020

 

BROT UND ROSEN von Susanne Ayoub

 

 

ORF Radio – Ö1 in der Reihe „HÖRBILDER“ Samstag, 18. April 2020 9:05 Uhr (+ 7 Tage zum Nachhören auf https://oe1.orf.at)

mit Gerti Drassl, Silvia Meisterle, Johanna Tomek, Karl Menrad, Wolfgang Rupert Muhr, Klaus Uhlich, Aimie Rehburg, sowie in Gastrollen Markus Hering und Floran Teichtmeister Regie: Susanne Ayoub Ton: Robert Pavlecka Redaktion: Elisabeth Stratka

https://oe1.orf.at/programm/20200418/595317/Pionierinnen-Adelheid-Popp-und-Rosa-Mayreder

 

1919: Vor hundert und einem Jahr gingen die Österreicherinnen zum ersten Mal wählen. Der Weg dorthin war lang und steinig. Zwei der unbeirrbaren Verfechterinnen des Frauenwahlrechts porträtiert Susanne Ayoub in ihrem Hörbild „Brot und Rosen“: Die bürgerliche Schriftstellerin Rosa Mayreder kämpfte um Bildung und gesellschaftliche Anerkennung der Frau; die sozialdemokratische Politikerin Adelheid Popp vertrat die Anliegen der Arbeiterinnen, vor allem die bis heute nicht erreichte Forderung:  Gleicher Lohn für gleiche Arbeit.    

 

 

ZWEI MAUTHAUSEN FILME VON SUSANNE AYOUB – Once Upon a Time in Mauthausen

FREITAG , 28.02.2020 19:00 Uhr

URANIA FILM-SOIREE

in der VHS Wiener Urania, Dachsaal
ACHTUNG ÄNDERUNG: FILMVORFÜHRUNG IM MITTLEREN SAAL DER URANIA
 

ES WAR EINMAL IN MAUTHAUSEN. 60 Minuten. Trio Art Team Produktion 2010
in Coop with United Alien TV 2010/2012. Uraufführung Jüdisches Filmfestival Wien 2011.
TV-Premiere 2015

Wie lebt es sich in Mauthausen?
Autorin und Regisseurin Susanne Ayoub hat sich mit den Menschen in Mauthausen befasst: Wie gehen sie mit der Vergangenheit um? Ein beschauliches oberösterreichisches Mauthausen-GemaeldeStädchen, das mit seiner barocken Uferzeile fast idyllisch wirkt: Mauthausen. Im kollektiven Gedächtnis wird der Ort aber vor allem mit dem NS-Regime und dem Grauen im Konzentrationslager verbunden.

(zitiert aus Zeitung Der Standard, Wien, 18.11.2011)

ONCE UPON A TIME IN MAUTHAUSEN. 60‘. A Trio Art Team Production 2010
in Coop with United Alien TV 2010/2012. Premiere Jewish Film Festival Vienna 2012

How does one live in Mauthausen nowadays?

Writer and Director Susanne Ayoub has talked to the people in Mauthausen? How do the handle the past of this place.

Mauthausen, a contemplative little town in Upper Austria with Mauthausen-Hausfassadean baroque riverside that gives a quite idyllic impression. But in our collective memory this place is mainly connected with the NS-regime and the terror oft he concentration camp.

(quotation from the newspaper The Standard, Vienna, 11/18/2011

 

reh_mit_ohren_mauthausen

MAI IN MAUTHAUSEN. Kurzfilm, 14 MINUTEN. Trio Art Team Produktion 2008.

Schauplatz ist das ehemalige Konzentrationslager Mauthausen. Drinnen in der Gedenkstätte wird eine Ausstellung eröffnet. Es gibt Reden, ein Buffet und Getränke. Draußen liegt das einsame Lager. Durch die Dunkelheit schreitet der Geist des Mittagsengels.

Das Gedicht „L’Ange de Midi“, das Jean Cayrol als Häftling in Gusen, Außenlager von Mauthausen, schrieb, umrahmt und begleitet den Film.

Er stellt die Frage, wie der Umgang mit Erinnerung sein soll, sein kann? Die Bilder, die den Mittagsengel auf dem Weg durch das Lager begleiten, vermitteln mehr als Worte den Schrecken, der nicht verjährt.

MAY IN MAUTHAUSEN. Short Film, 14 Minutes. A Trio Art Team Production 2008.

The scene of the film is in the former concentration camp Mauthausen. Inside the memorial museum at Mauthausen an opening of a new exhibition is taking place. There are speeches, a buffet and wine. Outside the museum lies the abandoned camp. The spirit of the ‘angel of noon’ wanders through this darkness.

The poem The Angel of Noon, which was written by Jean Cayrol while he was imprisoned in Mauthausen, accompanies the film.May in Mauthausen poses the question of how to remember, how commemoration is possible.

The images, which accompany the angel of noon on his meanderings through the camp, convey, more than his words can, the horror, which does not go away.

 

SCHLAFLOS

Mein Engel wachst du
Mein Engel wachst du über mich
lausche ins Dunkel
kein Atem
nur
Angst
ich
die schwere Stunde vor
der Dämmerung
Gespenstervergangenheit
Rache Vegeltung
schwarze Gedanken im Reigen
Mein Engel hilfst du mirhinüber
schläfst du
bin ich verloren
schützt mich dein Flügel
find ich den Morgen
finde ins Licht

IM KRIEG. Gedichtzyklus von Susanne Ayoub.
In Arbeit.

 

HAMOUKAR*. Das Morgengrauen.

 

Da unten am Fluss
grünt Frische
alles was wächst
schwimmen die Fische
nahe zum Ufer
abends das Wild
am Waldesrand steht
die da unten
wie leben sie gut

mit Wasser und Wiese
Sonne und Wald
uns bleiben bloß
Dürre
und Kälte und Stein
Doch lässt sich
aus dem Unrecht
eine Waffe schmieden scharf

das Tal beginnt am Berg
zu denen da unten
werden wir kommen
nehmen das Licht und die Wärme
die satten Magen
die Zufriedenheit
nehmen den Frieden
den sie nicht mit uns geteilt
keiner wird ihn besitzen

 

IM KRIEG. Gedichtzyklus von Susanne Ayoub.
In Arbeit.

* Vor 5500 Jahren, im ersten bekannten Krieg der Menschheit, wurde die Stadt Hamoukar nahe der heutigen irakisch-syrischen Grenze ausgelöscht.

 

Der Caravaggio-Krimi in der ALTEN SCHMIEDE

Donnerstag, 12. Dezember
19 Uhr

Literaturzentrum Alte Schmiede
Schönlaterngasse 9
1010 Wien

mit Susanne Ayoub, Schriftstellerin, Regisseurin und Filmemacherin
und Stefan Weppelmann, Kunsthistoriker, Direktor der Gemäldegalerie des Kunsthistorischen Museums Wien
Moderation: Andreas Jungwirth

„Der Caravaggio-Krimi“  von Susanne Ayoub beginnt in einer Gewitternacht in Palermo im Oktober 1969: Aus dem Oratorio di San Lorenzo verschwindet das Altarbild, eine Darstellung der Geburt Christi, gemalt von Caravaggio.

Der gestohlene Caravaggio: La Natività

Dramatisch wie das Leben des genialen Malers, den sein Temperament zum Mörder macht, ist auch die Suche nach dem berühmten Gemälde. Doch auch fünfzig Jahre und unzählige Spuren, falsche Geständnisse und schaurige Legenden später bleibt der Diebstahl ungeklärt. Sicher ist nur eines: Es war die Mafia.

Stefan Weppelmann – Susanne Ayoub – Andreas Jungwirth

Weppelmann: „Es gibt keinen absoluten Schutz vor Kunstdiebstahl – nur das Depot.“

Im Stück Alter ego der Autorin: Schauspielerin Katharina Knap

Die radiophone Werkstatt der Alten Schmiede stellt das Hörstück vor, anschließende Diskussion.

 

DER CARAVAGGIO-KRIMI ein Hörstück von Susanne Ayoub

 

Wiener Funkhaus Treppe

Erstsendung
Samstag, 12. Oktober 2019 Ö1
„Hörbilder“  9:05 – 10:00 Uhr
https://oe1.orf.at/programm/20191012/573983/Michelangelo-Caravaggio-Der-beruehmteste-Kunstraub-der-Welt
plus 7 Tage online zum Nachhören

Bacchus von Michelangelo Merisi da Caravaggio

und
Samstag, 19. Oktober WDR 3
„Kulturfeature“  15:04 – 16:00 Uhr
https://www1.wdr.de/radio/wdr3/programm/sendungen/wdr3-kulturfeature/caravaggio-102.html
Die  Produktion steht nach der Sendung in WDR 3 bis zum 18. 10. 2020 zum Nachhören und Download zur Verfügung.

mit
Michael Dangl, Markus Hering, Sarah Jung, Katharina Knap, Karl Menrad und Raphael Sas . Dank an Maria Teresa Galluzzo und Giuseppe Ricciardo. Regie: Susanne Ayoub – Technik: Robert Pavlecka und Anna Kuncio – Redaktion: Elisabeth Stratka

Eine Produktion des ORF mit dem WDR 2019

Ein Engel stürzt vom Himmel. Das Baby liegt auf dem nackten Boden. Vor ihm sitzt seine Mutter. Sie wirkt schwach, ermattet, in ihr Schicksal ergeben. Um sie herum stehen die Männer. Alle blicken auf das Kind, selbst der Ochse drängt sich vor. Nur der Mann an ihrer Seite sieht es nicht an, er wendet sich um, fragend?

Der gestohlene Caravaggio: La Natività

Die Frau ist jung, der Mann an ihrer Seite wirkt viel älter, sein Haar ist fast weiß. Oder liegt es am Licht, das von oben auf ihn fällt? Caravaggios berühmtes Licht. Er brachte dieses Strahlen in die Malerei. La Luce del Vero, das Licht der Wahrheit.

Caravaggio porträtierte sich als enthaupteter Goliath

„Der Caravaggio-Krimi“ beginnt in einer Gewitternacht in Palermo im Oktober 1969: Aus dem Oratorio di San Lorenzo verschwindet das Altarbild, eine Darstellung der Geburt Christi, gemalt von Caravaggio. Wie seine berühmte Chiaroscuro Technik in der Malerei war auch Caravaggios Leben von Licht und Schatten bestimmt. So passt der dreiste Kunstdiebstahl zu der dramatischen Vita des Künstlers.

Ayoubs Stück verknüpft die Geschichte des Diebstahls und die anschließende intensive und zum Teil dramatische Spurensuche mit Szenen aus dem Leben Caravaggios, seinen Jahre auf der Flucht als vom pästlichen Bann verfolgter Mörder, bis er schließlich auf Sizilien kurz vor seinem Tod eines seiner bewegendsten Bilder malt: die Natività.

Fontana Pretoria

Fünfzig Jahre ermittelt Interpol. Vergeblich. Das Caravaggio-Gemälde taucht nie wieder auf. Ist es zerschnitten und ins Ausland gebracht, in einem Schweinestall versteckt und zerstört worden?

Fontana Pretoria

Hängt es im Wohnzimmer eines heimlichen Kunstliebhabers? Wurde es einem Mafiaboss ins Grab gelegt? Nur eines, so die Sizilianerin und Mafiaexpertin MariaTeresa Galluzzo, die durch das Stück führt, ist gewiss: Den Diebstahl hat die Mafia organisiert, niemand sonst hätte es gewagt und so perfekt durchführen können.

 

 

 

Websites zum Caravggio-Krimi

ORF:
Michelangelo Caravaggio – Der berühmteste Kunstraub der Welt
WDR:
Kulturfeature – Caravaggio

 

IRAQI SAGA – Ausschnitt drei

Wars schwieriger für ihn
als für uns?
Ich weiß die Antwort
nicht
Er nahm es schwer
Ben war ein Mann

Doch
kein Mann da der zeigte
was Mannsein ist
sein Onkel
der Gastwirt der Fleischer
war kein Vorbild
nahm gar nicht wahr
den Kleinen

Poetry Reading Gerard Manley Hopkins Festival Newbridge Ireland

Ayoub explaining her Baghdad Project

Was it harder for him
than for us?
I don’t know
the answer
He took it hard
Ben was a man

But
there was no man to show
what manhood is
his uncle
the landlord the butcher
was no guide
he didn’t even notice
the little guy

Translation Geoffrey Howes

 

Iraqi Saga, Ausschnitt drei
IM KRIEG. Gedichtzyklus von Susanne Ayoub.        
In Arbeit.

Iraqi Saga, Part three
AT WAR. Poetry by Susanne Ayoub.
In progress

IRAQI SAGA Beginn + IRAQI SAGA Fortsetzung: siehe Archiv

 

IRAQI SAGA – die nächsten Verse / the next lines

 

Sie servierte im Gasthaus
Wein und Bier
und Schweinebraten
Schwein gab es jeden Tag
gebraten und gebacken und gekocht
Schwein Schwein
Schwein

Ben erinnert sich nicht
er war zu klein
doch auch er wusste
weil sie es wiederholte jeden Tag
Schwein Schwein
Schwein

Es gab nichts anderes
Seid froh dass ihr zu essen habt
sprach die Cousine
seid dankbar
Schwein
Schwein
Schwein

At the inn she served
wine and beer
and roast pork
there was pork every day
roasted andbreaded and boiled
pork pork
pork

Ben can’t remember
he was too small
but even he knew this
since she repeated it every day
pork pork
pork

There was nothing else
be glad you have something to eat
her cousin said
be grateful
pork
pork
pork

Translation Geoffrey Howes

Fortsetzung Iraqi Saga
IM KRIEG. Gedichtzyklus von Susanne Ayoub.        
In Arbeit.

Next lines  of Iraqi Saga
AT WAR. Poetry by Susanne Ayoub.
In progress

 

 

DIE IRAQI SAGA BEGINNT

IRAQI SAGA – Wir kamen aus Mossul

Meine Mutter so jung
mit zwei Kindern allein
mein Bruder Ben noch ein Baby
zu ihrer Cousine
die ein Gasthaus führte
mit ihrem Mann
in einer kleinen Stadt

Meine Mutter und ihre Mutter
ihr Vater und ihre Geschwister
sie waren Musiker
damals in Mossul
von ihnen allen lebten nur mehr

Wir
Meine Mutter die Sängerin
ihre Tochter die Trommlerin
und Benny, der Kleine

IRAQI SAGA – We came from Mosul

My mother so young
alone with two children
my brother Ben still a baby
came to her cousin
who ran an inn
with her husband
in a small town

My mother and her mother
her father and her siblings
they were musicians
back then in Mosul
out of all of them only
we were

Still alive
My mother the singer
her daughter the drummer
and Benny, the little boy

Translation Geoffrey Howes

Anfangsverse aus Iraqi Saga
IM KRIEG. Gedichtzyklus von Susanne Ayoub.        
In Arbeit.

First verses out of Iraqi Saga
AT WAR. Poetry by Susanne Ayoub.
In progress

 

 

CAFÉ PRÜCKEL: LESUNG AUS „DIE FASSADE“

Donnerstag, 4. Juli 2019
20 UHR
CAFÉ PRÜCKEL
Stubenring 4
1010 Wien

 

Das Haus vor ihr war ebenerdig, mit drei hohen Schornsteinen, aus denen Rauch aufstieg. Sie ging näher, bis sie den Schriftzug auf der Fassade lesen konnte: Bäckerei Josef Lang. Eingang gleich um die Ecke. Der gemalte Finger darunter zeigte die Richtung an. Gegründet 1830.

Die Tür der Bäckerei öffnete sich. Ein hoch gewachsener Mann kam heraus und wandte sich nach einem raschen Blick zu ihr herüber wieder ab. Sie wollte mit ihm sprechen, aber sie brachte keinen Ton hervor. Ein neuerlicher Windstoß traf sie von hinten und trieb die Nebelschwaden vor sich her. Der Mann verschwand im wallenden Weiß. Sie lief über die Straße und weiter, bis sie weit vor sich seinen schwarzen Mantel entdeckte. Den Kopf vorgebeugt, strebte er davon. Nur ein paar Schritte trennten sie noch von ihrem Haus, da fiel ihr Blick auf einen leuchtend roten Fleck, dicht neben der Gehsteigkante. Sie bückte sich und fand die verlorene Spielkarte. Die Herzdame war in Gesellschaft des Pikbuben.
Sie rief ihm nach. Diesmal war ihre Stimme klar, aber sie ging unter im Lärm des Fahrzeuges, das die Straße passierte. Metallbespannte Räder holperten über das alte Kopfsteinpflaster. Sie holte den Schlüssel aus ihrer Manteltasche und wollte das Haustor aufsperren. Sie stieß auf rauhen Stein. Mit beiden Händen tastete sie die Mauer entlang. Da war keine Tür. Da war kein Haus.

 

Im Rahmen der Podium-Sommerlesereihe Ferne Spiegel – Literatur und Geschichte liest Susanne Ayoub aus der Novelle „Die Fassade“. Der Text ist eine Weiterentwicklung ihres Beitrags in dem künstlerischen Architektur-Wörterbuch „Sprache der Straße“ (hg Mark Gilbert, Hans Hinterholzer, Wolfgang Niederwieser. Verlag Sonderzahl 2005)

 

KRIEG IST

 

Bilderstürmer

Bücherwurm

Moviestar in

Cinemascope

 

Fleischverzehrer

Beinauslöser

Leber Niere Milz und

Lunge

Nichts verschmäht er

 

Eiserner Vorhang der Erinnerung

Stempelfarbe an den Händen

am Wüstengrund im Meeressand

auf Schiffen ohne Hafen

 

 

IM KRIEG. Gedichtzyklus von Susanne Ayoub. In Arbeit.

FRAUEN VOR DER WAHL

Give Me Liberty Or Give me Death *


BUCHHANDLUNG THALIA

Landstraße Hauptstraße 2A, 1030 Wien

SAMSTAG 16. MÄRZ 2019, 15 UHR
Ausgehend von ihrem Hörstück „Brot und Rosen“ (ORF 2019) gibt Susanne Ayoub einen Ausblick auf die Anfänge der Frauenbewegung in Europa und spannt einen Bogen von der französischen bis zur russischen Revolution. Sie zitiert und liest aus den Schriften von Revolutionärinnen, Suffragetten und Kämpferinnen gegen sexuelle Doppelmoral.

Rosa Mayreder

Rosa Mayreder 1878-1938
Schriftstellerin
Durch die ganze Geschichte menschlicher Entwicklung erscheint das Weib in einem seltsamen Zwielicht: bald als ein übermenschliches, bald als ein untermenschliches Wesen, halb göttlich oder halb teuflisch, als Prophetin und Sibylle mit wundertätigen Eigenschaften ausgestattet oder als Hexe und Zauberin von dämonischen Kräften besessen. Unterdrückung bis zur Sklaverei und Verherrlichung bis zur Anbetung.

Ottilie Baader 1847-1925
Heimarbeiterin Sozialdemokratin
Beim Arbeiten stand eine kleine Uhr vor mir und es wurde sorgfältig aufgepasst, dass ein Dutzend Krägen nicht länger dauerte wie das andere, und nichts konnte einem mehr Freude machen, als wenn man ein paar Minuten sparen konnte. Und die Jahre vergingen, ohne dass man merkte, dass man jung war und ohne dass das Leben einem etwas gegeben hätte.

Olympe de Gouges

Olympe de Gouges
Dichterin und Kämpferin in der Französischen Revolution1748-1793

Absonderlich, verblendet, wissenschaftlich aufgeblasen und degeneriert will der Mann in diesem Jahrhundert der Aufklärung und des Scharfsinns in gröbster Unwissenheit als Despot über ein Geschlecht befehlen, das alle intellektuellen Fähigkeiten besitzt.

 

Suffragette Lady Florence Norman 1916

Mary Wollstonecraft 1759-1797
Schriftstellerin
Wie sehr beleidigen uns diejenigen, die uns dazu anleiten, dass wir uns selbst zu sanften Haustieren machen!

Zwangernährung englischer Suffragetten im Gefängnis

Alexandra Michailowna Kollontai

Alexandra Kollontai 1872-1952
Volkskommissarin während der Oktoberrevolution, erste Ministerin, später erste Diplomatin der Sowjetunion
Weil sie einsam sind, neigen die Menschen in raubtierhafter und ungesunder Weise dazu, sich Illusionen darüber zu machen, beim anderen Geschlecht einen Seelengefährten zu finden. Sie sehen den schlauen Eros als die einzige Macht, die das Düster der Einsamkeit, und sei es nur für eine Weile, verscheuchen kann.

Helene Stöcker 1869-1943
Sexualethikerin

Wir erinnern hier nur an den Satz: „Der Vater ist mit seinem unehelichen Kinde nicht verwandt.“ Wer hat diesen ungeheuren Hohn auf alle natürlichen, ehrenhaften Gefühle nur erdacht?

 

*) Demonstration der Suffragetten London 1910

 

Lesung Buchhandlung Thalia Landstraße. Foto Johanna Grabner

Über die russische Revolution, freie Liebe anstelle des bourgeoisen allumfassenden Eheideals. Foto Johanna Grabner.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

BROT UND ROSEN

Das neue Hörstück von Susanne Ayoub zum Thema 100 Jahre Frauenwahlrecht

Erstsendung ORF Radio – Ö1 in der Reihe „HÖRBILDER“
Samstag, 16. Februar 2019 9:05 Uhr
(+ 7 Tage zum Nachhören auf https://oe1.orf.at)

mit Gerti Drassl, Silvia Meisterle, Johanna Tomek, Karl Menrad, Wolfgang Rupert Muhr, Klaus Uhlich, Aimie Rehburg, sowie in Gastrollen Markus Hering und Floran Teichtmeister
Regie: Susanne Ayoub Ton: Robert Pavlecka Redaktion: Elisabeth Stratka

Vor hundert Jahren gingen die Österreicherinnen zum ersten Mal wählen. Der Weg dorthin war lang und steinig.
Zwei der unbeirrbaren Verfechterinnen des Frauenwahlrechts porträtiert Susanne Ayoub in ihrem Hörbild „Brot und Rosen“: Die bürgerliche Schriftstellerin Rosa Mayreder kämpfte um Bildung und gesellschaftliche Anerkennung der Frau; die sozialdemokratische Politikerin Adelheid Popp vertrat die Anliegen der Arbeiterinnen, vor allem die bis heute nicht erreichte Forderung:  Gleicher Lohn für gleiche Arbeit.

https://oe1.orf.at/artikel/654800

 

HANNAH – Film nach einem Drehbuch von Susanne Ayoub

Immer noch spannend.
Und leider genauso aktuell wie zur Entstehungszeit:

8. Februar 2019 20:15
WH 10. Februar 2019 14:45
ORF III

HANNAH (1996)

Mit Elfi Eschke und August Zirner

Buch Susanne Ayoub

Regie Reinhard Schwabenitzky

Hannah, Werbemanagerin, verliebt sich in ihren Chef und ahnt nicht, dass sie sich dadurch in tödliche Gefahr begibt. Denn seine Spielzeugfirma erzeugt mehr als nur Puppen.

 

Leseperformance Brot und Rosen

17. DEZEMBER 2018 18h

Arbeiterkammer Wien -Bibliothek
Prinz Eugen-Straße 20-22
1040 Wien

 

Am 18. Dezember ist es genau hundert Jahre her, dass die Wahlordnung zur konstituierenden

Nationalversammlung mit dem allgemeinen Frauenwahlrecht  beschlossen wurde. Ein Meilenstein für die Gleichstellung von Frauen, der nur durch lange Jahrzehnte des entschlossenen Forderns und Kämpfens vieler Frauen erreicht werden konnte.

Rosa Mayreder auf dem 500 Schilling-Schein 1997

Stellvertretend für Viele porträtiert Susanne Ayoub in ihrem Stück „Brot und Rosen“ zwei wichtige Vertreterinnen der österreichischen Frauenbewegung: die bürgerliche Schriftstellerin Rosa Mayreder, die sich für Bildung und gesellschaftliche Anerkennung der Frauen einsetzte sowie die sozialdemokratische Politikerin Adelheid Popp, die Anliegen der Arbeiterinnen vertrat, vor allem die bis heute nicht erreichte Forderung: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit.

Das Stück beschreibt die sehr unterschiedlichen Schicksale der beiden Frauen, ihr gesellschaftliches und politisches Umfeld.

Die Bedeutung des Wahlrechts wird im Podiumsgespräch mit der Historikerin Johanna Gehmacher und dem Migrationsforscher Bernhard Perchinig im Anschluss an die Aufführung des Stückes in den Blick genommen: Johanna Gehmacher beleuchtet die historische Bedeutung der Einführung des Frauenwahlrechts. Bernhard Perchinig richtet den Blick auf jene, die heute kein Wahlrecht haben. Wen betrifft es und was bedeutet das für zugewanderte Menschen mit besonderem Fokus auf Frauen?

Mitwirkende der Veranstaltung:

Susanne Ayoub, geboren 1956 in Baghdad, ist Autorin und Regisseurin.

Johanna ​Gehmacher​, Historikerin.

Bernhard Perchinig, Politikwissenschafter.

Maren Rahmann, Sängerin, Performerin, Musikerin.

Johanna Tomek, Schauspielerin, langjährige Theaterprinzipalin und Radiostimme, lebt in Burgenland und in Wien. SIE SPRINGT FÜR DIE AM 6. DEZEMBER VERSTORBENE DORIS MAYER EIN.

 

 

STRAND. BLICKE

MITTWOCH 12. DEZEMBER 19:30 UHR

THEATER DELPHIN
Blumauergasse 24
1020 Wien

Im Rahmen von Litera-Tour 2018 liest Susanne Ayoub Ausschnitte aus „Blicke“, Dialoge entstanden in Assoziation zu Dieter Kleinpeters Bilderzyklus „strand:identitäten“

Dieter Kleinpeter, ’strand:identitäten‘

LITERA-TOUR 2018

von und mit

Peter Ahorner, Susanne Ayoub, Manfred Chobot, Christine Huber, 

Katharina Köller, Erwin Leder, Christina Vivenz

Musik: Cool Jazz

Gestaltung: Erwin Leder

 

 

Millionen Barrel Öl *

Mit dem Bus durch Baghdad

über den Menschen

den Dingen

Besucher

die das Elend filmen

eine Delegation

wohlgenährt und gutgekleidet

mit Transparent

Gesinnung

ein wenig

Courage

erfuhren viel

erreichten nichts

und was sie zu berichten hatten

glaubte man nicht

wohin sie zurückkehrten

es passte nicht

die Stimmung stand

auf Krieg

ein Unrecht

später wussten es alle

 

* Millionen Barrel Öl: Plakattext einer Demo im Juli 2018 im ölreichen, bitter armen Süden des Irak: „2,5 Millionen Barrel täglich mal 70 US-Dollar = 0. Sorry, Pythagoras, wir sind in Basra.“

IM KRIEG. Gedichtzyklus von Susanne Ayoub. In Arbeit.

 

NOUR AL AIN. Das Liebeslied des Kriegers

 

 

Wenn du durstig bist

trinke von meinen Tränen

wenn du hungrig bist

iss von meinem Fleisch

ich gebe dir mein Wasser

und mein Brot

ich gebe dir mein Blut

was ich bin gehört dir

allein

nimm es

mein Augenlicht

mein Leben

 

IM KRIEG. Gedichtzyklus von Susanne Ayoub. In Arbeit.

 

BROT UND ROSEN STÜCK ZU 100 JAHRE WAHLRECHT IN ÖSTERREICH

Das Weib: Übermenschlich? Untermenschlich? Halb göttlich oder halb teuflisch? Prophetin? Hexe und Zauberin? Unterdrückung bis zur Sklaverei und Verherrlichung bis zur Anbetung.“ (Rosa Mayreder)

MONTAG, 12. NOVEMBER 19 UHR

 

 

THEATER L.E.O.
Ungargasse 18
1030 Wien

 

BROT UND ROSEN
Der lange Marsch zum Frauenwahlrecht
und dessen unbeirrbare Verfechterinnen Rosa Mayreder und Adelheid Popp

von Susanne Ayoub
aus Originalzitaten montiert und szenisch gestaltet

Leseperformance
mit
Doris Mayer als Rosa Mayreder
Susanne Ayoub als Adelheid Popp
Musikerin Maren Rahmann

 

FILM UND TALK

Samstag, 3. März 2018 10 Uhr

THEATER LEO  Ungargasse 18 1030 Wien

Anlässlich des Weltfrauentages und 100 Jahre Frauenwahlrecht zeigen die Frauen Landstraße den Spielfilm „Göttliche Ordnung“ (CH 2017) über die Einführung des Frauenwahlrechts in der Schweiz im Jahr 1971

 

Einstiegstalk

Susanne Ayoub + Barbara  Marx

Moderation Saya Ahmad

 

Frauen entscheiden. Frauen mischen mit. Frauen gestalten. Wir Frauen bringen Power in Kultur, Wirtschaft, Arbeit, Politik und Ehrenamt. Wir möchten dies noch sichtbarer machen und Powerfrauen aus verschiedenen Bereichen miteinander vernetzen.

 

Anmeldung unbedingt erforderlich:
patricia.anderle@spoe.at oder 01 713 41 58

 

Flucht Erinnerung

Spärliches Gras

und das Gerippe eines Tiers

Meine Füße

sonnenverbrannt

rissig die Haut

Sand auf der Straße

Wind weht ihn fort

Ich gehe schnell

abwärts der Weg.

Stetig bergab

 

Im Krieg. Gedichtzylus von Susanne Ayoub. In Arbeit.

 

Homeless Love Song

I ask you Moon
what can be done
about my homeless
love

I ask you Moon
you wander through
the sky above
tell me
what happened

His heart was full
of love as mine
I ask you Moon
what happened to us

What can be done
his heart is lost
Moon tell me
where love has gone

Homeless Love Song

Ich frag den Mond
der über meinem Himmel wohnt
was ist geschehn
er weiß es
hat uns zugesehn
beim Auf und Untergehen
was kann ich tun
ich geh mit dir
hab ich versprochen
was immer kommt
wo ist sie nun
werd ich sie wiedersehen
werd ich erfahren
das Warum

Moon Tell Me ist ein Songtext. Das Gedicht Homeless Love Song ist in dem Gedchtband „Sprichst du mit mir“ (2016) enthalten.

 

Almas kleiner Fotograf im Literaturhaus

Donnerstag, 1. Juni 2017
19 Uhr

Filmvorführung 1h10′
mit Gespräch über die Entstehungsgeschichte vom Radiofeature zum Film


Die Autorin und Filmemacherin
Susanne Ayoub präsentiert ihren Film Almas kleiner Fotograf über den letzten Zeitzeugen, der Alma Mahler-Werfel und ihre Familie persönlich kannte.

Erich Rietenauer im Interview mit Susanne Ayoub

Von Erich Rietenauers 90 Lebensjahren waren sieben so außerordentlich, dass sie sein weiteres Leben bestimmten. Als kleiner Bub aus armen Verhältnissen stand er auf einer Weihnachtsfeier des Politikers Julius Tandler plötzlich einer Dame der Gesellschaft gegenüber. Nie vergaß er den Blick ihrer Augen, ihre Umarmung, ihren Duft. Ihr Name: Alma Mahler-Werfel.

ALMAS KLEINER FOTOGRAF – mit Erich Rietenauer –  Kamera und Schnitt Regina Liane Löw – Ton Herbert Gnauer – Buch und Regie Susanne Ayoub – Produktion Trio Art Team mit ORF 2016

Erich Rietenauers Archiv – Foto Regina Liane Löw

Link zur Veranstaltung:
http://www.literaturhaus.at/index.php?id=205&tx_ttnews%5Btt_news%5D=2580&cHash=79075dc16484497facf33061c6035338

 

EDELSTEINGARTEN IN LAXENBURG

LESUNG IN DER BÜCHEREI & MEDIATHEK LAXENBURG
Am Mittwoch, den 22. März 2017,
lädt die Bücherei & Mediathek Laxenburg zur Lesung mit der Autorin
Susanne Ayoub aus ihrem Roman „Der Edelsteingarten“.
Beginn ist um 19.30 Uhr in der Wiener Straße 2a.

FAMILIENDRAMA MIT THRILLERELEMENTEN
Der Weihnachtsabend 1955 beginnt für Laura wie so viele andere, mit Streit im Elternhaus. Doch dann erscheint ein unerwarteter Besuch: Younis, ein junger Mann aus Bagdad. Und alles wird mit einem Schlag anders. Noch ehe das Jahr zu Ende ist, sind Laura und Younis ein Paar. Laura verlässt Wien, ihre Eltern, ihre Freunde und folgt Younis nach Bagdad.

Im Edelsteingarten aus dem Gilgamesh-Epos sind die Bäume, die Blätter und Früchte aus kostbarem Gestein, es gibt keine Dornen, nur Kristalle, keine Finsternis nur Sonnenschein. Märchenhaft wie dieses Bild erscheint Laura der Weg in ihr neues Leben. Die Welt des Orients mit seinen Farben, Düften und Klängen zieht sie sofort in ihren Bann. Doch jenseits der prunkvollen Bagdad-Villen, in denen die Wohlhabenden abgeschieden leben, endet die Idylle. Das tödliche Attentat auf die Königsfamilie stürzt die irakische Monarchie. Allein zu Hause mit ihrem kleinen Kind erlebt Laura den Ausbruch des Bürgerkrieges im Land. Nichts bleibt, wie es war. Auch Younis wird ein anderer. Er führt ein zweites Leben, von dem Laura nichts erfahren darf. Sie erkennt, sie hat einen Fremden geheiratet.

Baghdad Bild von Rima Al-Juburi

Susanne Ayoub erzählt von dem Versuch einer mutigen jungen Frau, Eingang in eine fremde Kultur zu finden, von unterschiedlichen Weltbildern und Gesellschaftsregeln, sie beschreibt die Höhen und Tiefen einer Ehe und erhellt den Hintergrund einer politisch dramatischen Zeit von der Ermordung der Hashemiten-Königsfamilie bis zu den Revolutionen und Bürgerkriegen, die folgten.

 

SPRICHST DU MIT MIR beim DICHTFEST

ALTE SCHMIEDE am

Dienstag 7. Februar 19:00 Uhr

mit Gedichten von Susanne Ayoub

Buchcover Sprichst du mit mir Löcker Verlag 2016
Buchcover Sprichst du mit mir Löcker Verlag 2016

„Ein Echo auf Schreibweisen und Motive, permutiert, reduziert, perpetuiert. In je unterschiedlicher Gestalt das Ansprechen und Aussprechen. Spiegelbilder aus Behauptung und Fragilität.“
(Christine Huber über Sprichst du mit mir)

Rima Al Juburi Zeichnung Die Stadt
Rima Al Juburi Zeichnung Die Stadt

„eingetaucht in worte und bilder ins schweigen in den leerraum mitten in und zwischen einer begegnung in die spurensuche auch in die nach dem eigenen ich in aufzeichnungen die von einem damals und dort berichten von einem hiersein und jetzt von einem das ist und einem das nicht ist oder nicht mehr oder weil das überhaupt unerreichbar“
(Peter Paul Wiplinger Anmerkungen zu einem Gedichtband von Susanne Ayoub)

http://www.alte-schmiede.at/programm

 

 

Literarischer Salon in der Österreich Residenz

12. Jänner 2017 18:00 UHR

ÖSTERREICHISCHES GENERALKONSULAT

Ismaninger Straße 136
81675 München (Bogenhausen)

Die österreichisch-irakische Schriftstellerin, Journalistin und Filmemacherin Susanne Ayoub liest beim 12. Literarischen Salon des Österreichischen Generalkonsulats am 12. Jänner 2017 aus ihrem neuesten Roman „Der Edelsteingarten“  (Verlag LangenMüller München 2016).
Er beschreibt eine Liebe zwischen zwei Kulturen vor dem politischen Hintergrund des Irak der 50er und 60er Jahre, den Sturz der Monarchie und dem darauf folgenden Bürgerkrieg. Es ist die Zeit, in die die Schriftstellerin hineingeboren wurde. In der Lesung wird die Autorin auch kurz ihr Multimedia Projekt „Baghdad Fragments“ skizzieren.

Aufgrund der beschränkten Platzverhältnisse ersuchen wir höflich um Ihre Anmeldung bis 09.01.2017  Tel.: 089 99 815-20 oder E-Mail: muenchen-gk@bmeia.gv.at

 

BUCHWIEN ORF-Bühne

buchwienlogo

Freitag, 11.11.2016 13 Uhr
Gespräch, Lesung

Der Edelsteingarten
Cover Der Edelsteingarten

Laura und Younis lernen sich am Weihnachtsabend 1955 kennen. Zu Silvester sind sie ein Paar. Allen Warnungen zum Trotz folgt die Wienerin dem Iraker in seine Heimatstadt. Eine Migration aus dem tristen Nachkriegswien in die erblühende Metropole Bagdad. Doch jenseits der Villen der Wohlhabenden endet die Idylle. Ein blutiges Attentat auf die Königsfamilie stürzt die Monarchie. Revolution und Bürgerkrieg sind die Folge. Nichts bleibt, wie es war. Auch Younis wird ein anderer. Laura erkennt, sie hat einen Fremden geheiratet.
Moderation: Karoline Thaler, Ö1

http://www.buchwien.at/programm2016/?topic=event&eventid=16323

 

GESPRÄCHSKULTUR IN LAUTERACH

DONNERSTAG 13. OKTOBER 2016 19:30 Uhr
Alte Seifenfabrik Lauterach
EUR 12, Anmeldung unter 05574 680217

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Nach der erfolgreichen Eröffnung der GesprächsKultur Reihe im Juni mit Dr. Hannes Androsch, findet die GesprächsKultur in Lauterach nun im Oktober seine Fortsetzung.

Dieses Mal dürfen wir Susanne Ayoub in Lauterach begrüßen. Susanne Ayoub wird dabei aus Ihrem Buch „Der Edelsteingarten“ lesen, Ausschnitte aus dem Film zeigen und im Anschluss ein Gespräch mit Dr. Franz Josef Köb führen.

Susanne Ayoub ist österreichisch-irakische Autorin, Journalistin und Filmemacherin. Die Geschichte des „Edelsteingarten“ basiert auf der Lebensgeschichte der Eltern von Susanne Ayoub. Der Roman spielt in Bagdad und Wien und die Protagonisten bewegen sich im Spannungsfeld zweier unterschiedlicher Kulturen und Religionen.

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Susanne Ayoub ist in Bagdad geboren, im Alter von 6 Jahren flüchtet Sie zusammen mit ihrer Mutter nach Wien, besucht ein katholisches Internat und tritt später, auf Wunsch des Vaters, zum islamischen Glauben über. Heute lebt Susanne Ayoub in Wien. Susanne Ayoub erhielt für Ihre Arbeiten zahlreiche Preise.

Werden Sie teil einer großen Familiengeschichte, die sich damit auseinander setzt, wie fremd oder wie zuhause man in einem Land ist, wie sich ein Leben zwischen zwei Kulturen und Religionen anfühlt. Ein Thema dass seine Aktualität wohl nie verliert, vor allem in der heutigen Zeit.

Die GesprächsKultur Reihe ist eine Kooperation der Marktgemeinde Lauterach, Kultur mit der Buchhandlung „Ländlebuch“.

> Link zur Veranstaltung

 

 

ÖSTERREICH LIEST in KALTENLEUTGEBEN

MONTAG 3. OKTOBER 2016 19 UHR

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BIBLIOTHEK KALTENLEUTGEBEN
Haupstraße 72, 2391 Kaltenleutgebenoesterreich-liest         o%cc%88sterreich-liest-in-kaltenleutgeben

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Roman, 2016, Verlag LangenMüller München

Im Edelsteingarten aus dem Gilgamesh-Epos sind die Bäume, die Blätter und Früchte aus kostbarem Gestein, es gibt keine Dornen, nur Kristalle, keine Finsternis nur Sonnenschein. Märchenhaft wie dieses Bild erscheint Laura der Weg in ihr neues Leben. Die Welt des Orients mit seinen Farben, Düften und Klängen zieht sie sofort in ihren Bann. Doch jenseits der prunkvollen Bagdad-Villen, in denen die Wohlhabenden abgeschieden leben, endet die Idylle. Das tödliche Attentat auf die Königsfamilie stürzt die irakische Monarchie. Allein zu Hause mit ihrem kleinen Kind erlebt Laura den Ausbruch des Bürgerkrieges im Land. Nichts bleibt, wie es war. Auch Younis wird ein anderer. Er führt ein zweites Leben, von dem Laura nichts erfahren darf. Sie erkennt, sie hat einen Fremden geheiratet.

Ein „Familiendrama mit Thrillerelementen“:

„Umbringen allein reicht nicht“ (Peter Pisa in „Kurier“)

www.oesterreichliest.at >

 

 

 

LITERATUR IM KINO LANGENLOIS

Literatur im Kino: Im Vierzigerhof Langenlois
Literatur im Kino: Im Vierzigerhof Langenlois

MITTWOCH 28. SEPT. 19 UHR

Lesung aus
„Der Edelsteingarten“

und Film
„Baghdad Fragments“

 

BAGHDAD FRAGMENTS
Filmessay (42 min.), UA Diagonale 2007

Kurz vor Kriegsausbruch reist die Autorin Susanne Ayoub nach Baghdad, um ihre Familie zu finden. Es ist ihre erste Begegnung mit dem Land, in dem sie geboren wurde, seit sie den Irak als Sechsjährige mit ihrer Mutter verließ.

DVD und AudiobookSusanne Ayoub erzählt von fünf Tagen einer Delegationsreise und von vierzig Jahren einer Familie, von Liebe, Trennung und Tod. Das Filmprojekt „Geboren in Baghdad“, das sie 2002 begann, scheiterte. Das Filmmaterial, ohne Drehgenehmigung und unter großen Schwierigkeiten gedreht, blieb Fragment.
Der Irak, den sie 2002 besuchte, ist nun ebenso verschwunden wie das Land ihrer Kindheit. Mit vier Jahren Abstand entstand daraus ein Film, der das Fragmentarische, das Unmögliche ihres Unterfangens, zum Thema hat.

Edelsteingarten_bei_literadio

DER EDELSTEINGARTEN

„Das Leben besteht aus zwei Teilen. Die Vergangenheit – ein Traum. Die Zukunft – ein Wunsch.”

Am Weihnachtsabend 1955 kreuzen sich die Wege von Laura und Younis. Aus dem tristen Wien der Nachkriegszeit folgt Laura Younis in seine Heimat Bagdad. Die Welt des Orients mit seinen Farben, Düften und Klängen zieht sie in ihren Bann. Doch was wie im Märchen begann, entwickelt sich bald zu einem fast ausweglosen Drama …
Susanne Ayoub ließ sich für ihren Roman „Der Edelsteingarten” (Langen Müller 2016) von der bewegenden Lebens- und Liebesgeschichte ihrer Eltern inspirieren und verwebt sie mit den politischen Geschehnissen im Irak der 60er Jahre.

 

veranstaltungen.niederösterreich.at >

 

 

 

WILLKOMMEN MENSCH! mit Film BAGHDAD FRAGMENT

SAMSTAG, 17. SEPTEMBER AB 14 UHR

hoffest_plakat_webFREITZENSCHLAG. „recreate“ – im Zuge dieser Veranstaltungsreihe, die Johannes Wohlgenannt Zincke vor 16 Jahren ins Leben gerufen hat, lädt man heuer zu einem ganz besonderen Event, einem Hoffest in Freitzenschlag. Umzäunt und dennoch offen, beispielgebend für integrative gesellschaftliche Ereignisse

In Kooperation mit dem Verein Willkommen Mensch! in Groß Gerungs-Langschlag wird am 17. September 2016 ein Hoffest auf die Füße gestellt. Das Motto „Euphrat und Tigris treffen Stallreitern“ ist leicht erklärt: „Stallreitern ist der Flurname auf dem der Hof in Freitzenschlag steht. Euphrat und Tigris ist das Zentrum der Kriegsregion, wo die meisten Schlagzeilen und Flüchtlinge im vergangenen Jahr herkamen“, so der Initiator Johannes Wohlgenannt Zincke.

willkommen-menschDer Gedanke war etwas zu organisieren, wo möglichst alle Schutzsuchenden, die hier betreut werden, miteinbezogen werden können. „Ein Punkt, auf den alle hinarbeiten, ein Ziel, dass uns inhaltlich zusammenbringt“, so Wohlgenannt Zincke. „Zu gleichen Teilen sind aber auch die hier lebenden Österreicher aktiv, etwa als Organisatoren, Künstler, Mitarbeiter, Publikum. Und mir ist es auch wichtig, eine Linie vorzugeben, wie in Österreich gesellschaftliche Ereignisse ablaufen können. Integrieren, sich sprichwörtlich in ein Ganzes einfügen. Angesichts unserer Erfahrungen sind das Details, die nicht klar genug ausgesprochen werden können.“

DVD und Audiobook
DVD und Audiobook

Ab 14 Uhr beginnt das Fest mit einem Empfang am eigens errichteten Europazaun, der den Durchgang zwar ein wenig erschwert, aber dennoch offen ist. Dieser wird in eine Galerie verwandelt: Bilder werden gezeigt, die von Schutzsuchenden aus der Region Groß Gerungs sowie von Künstlern der Region gemeinsam hergestellt wurden. Musikalische Unterhaltung bis spät abends steht dann am Programm: Kinderchor, Waldviertler Musik gepaart mit klassischer Musik sowie Popmusik aus dem Orient (DJ Omid) und dem zentralasiatischen Raum, dazu Speisen und Getränke aus all diesen Regionen. Nicht zuletzt wird ein Film von Susanne Ayoub gezeigt „Bagdad Fragment“.

programm-recreateJohannes Wohlgenannt Zincke zum Thema Flucht: „Was ich tun kann ist, mich auf die Menschen, die, wie auch immer nach Österreich gekommen sind, einzulassen. Es sollen alle eine Chance haben. Und vielleicht ist das mein größter Impuls. Unabhängig von jeder Herkunft und Situation für die Einhaltung grundlegender Rechte und die Wahrung der Würde jedes Menschen einzutreten.“

www.recreate.at

www.willkommenmenschgerungslangschlag.at

 

 

BUCHPRÄSENTATION BEI KUPPITSCH

 

Buchcover Sprichst du mit mir Löcker Verlag 2016
Buchcover Sprichst du mit mir Löcker Verlag 2016

DONNERSTAG 22. SEPT. 2016 um 19:30 UHR

Buchpräsentation in der
BUCHHANDLUNG KUPPITSCH
Schottengasse 4, 1010 Wien

 

SPRICHST DU MIT MIR
Über die Heimat · über die Liebe · über den Tod

Gedichte von Susanne Ayoub
mit Zeichnungen von Rima Al-Juburi

 

„Sprichst du mit mir“ handelt von Heimat und Heimatbegriff, von Identität, Spurensuche und Erinnerung.

In diesem Gedichtband veröffentlicht die vielseitige und für verschiedene Medien arbeitende Autorin neue Lyrik. Die Gedichte werden illustriert von der Malerin Rima Al-Juburi, mit der sie eine gemeinsame Geschichte verbindet: Beide wurden in muslimische und christliche Familienkonstellationen geboren, beide leben heute in Wien.

 

Hammurabi
Hammurabi erwacht

1001 FLUGVERBOT

Der Himmel über Baghdad

gehört den Sternen

den Vögeln

dem Wind

Flugzeugen nicht

der Himmel über Baghdad

ist ein Gedicht

 

Rima Al-Juburi greift in ihren Bildern und bemalten Porzellangefäßen antike mespopotamische Darstellungen auf. Einige davon sind in diesem Buch abgebildet.

www.kuppitsch.at

 

RADIO Ö1 – „BEISPIELE“

Cover_EdelsteingartenFREITAG, 19. AUGUST 2016. 11:40

Ö1 GEHÖRT
Programmvorschau:

Literarische Neuerscheinungen aus Österreich. „Der Edelsteingarten“. Von Susanne Ayoub. Es liest Silvia Meisterle. Redaktion: Edith-Ulla Gasser

Was am Weihnachtsabend 1955 in Wien als ein Märchen begann, entwickelt sich in Bagdad bald zu einem fast ausweglosen Drama. Laura war mit 25 Jahren kein Kind mehr, als sie Younis folgte. Doch was wusste sie von ihm, von seiner Heimat, von den politischen Wirren, die das Land bald überschatten würden? Susanne Ayoub ließ sich für diesen Roman von der bewegenden Lebens- und Liebesgeschichte ihrer Eltern inspirieren.

 

LESUNG ÖSTERREICH BOTSCHAFT BERLIN

NÄCHSTE LESUNG AUS

Cover_Edelsteingarten

MITTWOCH 13. JULI 2016 19:30 Uhr

Österreichische Botschaft Kulturforum
Stauffenbergstraße 1
10785 Berlin
Tel: +49-(0)30-20287-0

 

Vom 13. – 15. Juli findet in Berlin die Konferenz mit Workshop „Living the Cooperative City“ statt. Am Eröffnungsabend präsentiert Susanne Ayoub ihren Roman „Der Edelsteingarten“, in dem das Leben zwischen zwei Kulturen und zwei Religionen im Mittelpunkt steht:

„Das Buch erzählt vom Versuch einer jungen Frau, Eingang in eine fremde Kultur zu finden, mit deren Weltbildern und Regeln umzugehen; den Höhen und Tiefen einer Ehe vor dem Hintergrund politisch dramatischer Zeiten.“ (Literadio Leipzig Buchmesse 2016)

 

 

LESUNG IM WIRTSCHAFTSMUSEUM

LESUNG AUS

Cover_Edelsteingarten

DONNERSTAG 12. Mai 2016, 19 Uhr

Österreichisches Gesellschafts-
und Wirtschaftsmuseum

Vogelsanggasse 36, 1050 Wien

 

LESUNG INNSBRUCK AM 31. MAI

NÄCHSTE LESUNG AUS

Cover_Edelsteingarten

Dienstag 31. Mai 2016, 19 Uhr

HAUS DER BEGEGNUNG
Rennweg 12
6020 Innsbruck

Lebensbilder: Der Edelsteingarten

Begegnung mit Susanne Ayoub

Gespräch und Buchpräsentation

Der Weihnachtsabend 1955 beginnt für Laura wie so viele andere mit Streit im Elternhaus. Doch dann erscheint ein unerwarteter Besuch: Younis, ein junger Mann aus Bagdad. Und alles wird mit einem Schlag anders. Noch ehe das Jahr zu Ende ist, sind Laura und Younis ein Paar. Laura verlässt Wien, ihre Eltern, ihre Freunde und folgt Younis nach Bagdad.
Doch was wusste sie schon von ihm, von seiner Heimat, von den politischen Wirren, die den Irak bald überschatten würden? Kann ihre Liebe solche Zeiten überdauern?
Susanne Ayoub ließ sich für diesen Roman von der bewegenden Lebens- und Liebesgeschichte ihrer Eltern inspirieren. Ihre Protagonisten bewegen sich im Spannungsfeld zweier unterschiedlich Kulturen und Religionen.

Susanne Ayoub ist selbst in Bagdad geboren. Im Alter von 6 Jahren flüchtete sie zusammen mit ihrer Mutter nach Wien, besuchte ein katholisches Internat. Auf großen Druck ihres Vaters ist sie später zum islamischen Glauben übergetreten. Heute lebt sie in Wien. Sie arbeitet als Autorin und Regisseurin für den ORF, schreibt Romane und macht Filmdokumentationen. 2014 bekam sie den Dr. Karl Renner Publizistikpreis verliehen.

Leitung: Dr.in Elisabeth ANKER, Leiterin Haus der Begegnung
Beitrag: EUR 7,- oder 0,7 Talente / EUR 5,- ermäßigt; mit Familienpass EUR 3,50; mit Kulturpass kein Beitrag